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Freitag, 4. November 2011

Kommt ein Asteroid geflogen ...

Bald ist es wieder so weit. Ein Asteroid kommt der Erde gefährlich nahe, doch für den Notfall gäbe es kein probates Mittel.

Doch von Anfang an: YU55 heißt der kleine, freche Widerporst, der uns in der Nacht auf Mittwoch so nahe kommt, wie seit 1976 kein Anderer mehr. Er soll einen Durchmesser von 400 Meter haben und der Erde bis auf 324.600 km auf die Pelle rücken.

Doch laut NASA soll es Entwarnung geben, der Asteroid wird weder Erde noch Mond treffen, wie diese Grafik, die die Weltraumbehörde von Experten erstellen ließ eindeutig beweist.

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Soweit so gut, dieses Mal bleiben wir noch verschont, doch es könnte durchaus vorkommen, dass mal was passiert. Der Mond und die Erde sind nicht durch Akne so vernarbt geworden, sondern durch Einschläge aus dem All.
Ab einem Umfang von 50 Metern wird ein Asteroid-Einschlag wohl kritisch, da bis 50m die Chance sehr hoch liegt, dass der größte Teil des Gesteins in unserer Schutzhülle (Atmosphäre) verglüht.

Doch wie so oft, für den Ernstfall sind wir nicht gewappnet. Bis dato hat man nur die Idee der Expertenkomision der NASA, einen Asteroiden mit Atombomen zu bewerfen in petto.
Dies könnte sogar klappen, wenn man Kometen früh genug erkennt und "bekämpft" reicht nur eine winzige Abweichung der Flugbahn aus, damit er später mal die Erde um einige tausend Kilometer verfehlt. Doch eine atomare Bombadierung kann auch gefährlich werden, so sind tausend kleine Stücke womöglich noch unkontrollierbarer als ein großer Komet.
Deshalb rät die NASA dazu, die Detonation lieber neben dem Kometen stattfinden zu lassen und so zu versuchen, ihn abzulenken. Dann bleibt nur noch der Ernstfall, was passiert, wenn etwas schief geht, wenn die Rakete, welche die Bombe transportieren soll beim Start explodiert.
Das wäre natürlich nicht gut, ich erinnere an die Simpsons-Folge, bei dem Springfield auch versucht hat einen Kometen abzuwehren, indem sie ihn beschießen und leider die einzige Brücke der Stadt getroffen haben, anstatt ihr eigentliches Ziel.

Es gibt noch eine andere Idee das lästige Geröll loszuwerden. Mit großen Spiegeln, sollen Asteroiden mit Sonne bestrahlt werden und so langsam aber sicher zum verglühen gebracht werden, bzw. durch das Verglühen soll die Laufbahn geändert werden. Dafür bräuchte man für einen 150m großen Kometen nur 10 Raumschiffe mit jeweils einen 20-Meter-Spiegel um diesen in 6 Monaten abzuleiten.
Für unseren 400 Meter großen bräuchten wir dann also eine Armee an Raumschiffen. Erprobt ist aber keine der beiden Methoden.

Sollte es also wirklich zum Ernstfall kommen, hilft wohl nur beten oder unsere Politiker beschließen kurz vorm Einschlag noch einen Rettungsschirm. Man wird sehen.

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